Archive for the ‘Humor’ Category

Deming-Philosophie im Film (1)

Donnerstag, 10. März, 2011

Zur Erläuterung der Deming-Philosophie gibt es mehrere Hilfsmittel wie das Red Bead Experiment oder das Funnel Experiment. Neben diesen Mitteln kann man auch Fallbeispiele verwenden, an denen man darlegen kann, welche Prinzipien Demings befolgt oder vielmehr nicht befolgt worden sind. Auch in diversen Spielfilmen kann man – auch wenn das von den Machern nicht vorgesehen war – solche Beispiele finden. Aus diesem Grund werde ich sie in unregelmäßigen Abständen vorstellen.

Den Anfang macht der Film „Der Zerstreute“. In seinem Regiedebüt verkörpert Pierre Richard den Werbefachmann Pierre Malaquet. Bei seiner Arbeit steht im neben einer Vorliebe für makabere Inhalte die erwähnte Zerstreutheit im Wege.

In der folgenden Szene soll Pierre Werbung für das neueste Produkt von Clistax machen, einem Beutel für Tüten. Für dieses revolutionäre Produkt hat er eine ebenso revolutionäre Kampagne ersonnen. Die Einwohner von Paris erfahren eines Morgens übers Radio von einem Preisausschreiben, in dem sie besagten Beutel mit Tüten gewinnen können. Dazu befinden sich in der Stadt verteilt mehrere Repräsentanten von Clistax mit einem Ei in der Hand. Wenn es einem Teilnehmer gelingt, einem Clistax-Mann mit dem Ruf „Bravo Clistax!“ ein Ei auf dem Kopf zu zerschlagen, erhält er einen Beutel von Clistax. Was danach geschah, ist hier zu sehen:

Im seinem System des umfassenden Wissen hat Deming an erster Stelle das Verständnis für ein System betont. Insbesondere sollte die Wirkung der Komponenten eines Systems aufeinander beachtet werden. Wenn dies unterlassen wird, etwa weil man zerstreut ist, kann sowas wie oben das Ergebnis sein.

Advertisements

Quarternärsystem – ein Zahlensystem mit vier Ziffern

Donnerstag, 7. Mai, 2009

Bekanntlich ist das Dezimalsystem, welche die Basis 10 verwendet, das weltweit verbreitete Zahlensystem. Aus der Welt der Computer ist aich das Binärsystem bekannt, in welchem Zahlen mit den Ziffern 0 und 1 ausgedrückt werden. Es sind aber auch Zahlensysteme mit anderen Basen nicht nur möglich, sondern auch bei Mensch und Natur gebräuchlich.

Ein Zahlensystem mit der Basis 4 wird als Quarternärsystem bezeichnet. Mit ihm werden Zahlen mit den Ziffern 0, 1, 2 und 3 ausgedrückt.

Daß das Quarternärsystem auch in der Natur vorkommt, wird vor allem daran deutlich, daß man durch ihn den genetischen Code, der durch Sequenzen der vier Nukleotide A, C, G und T charakterisiert wird, beschreiben kann.

Im Alltag hatte der Indianerstamm der Chumash, die in Süd-Kalifornien beheimatet waren, ein Zahlensystem der Basis 4 verwendet.

Wie so ein System erlernt werden kann, demonstriert das Volk der Shadoks, deren Sprache aus nur vier Silben besteht, wodurch sich deren Arithmetik von selbst ergab: