Statistik surreal

Freitag, 16. Januar, 2009

Auf der Webseite des Wadsworth Atheneums, dem ältesten öffentlichen Kunstmuseum der Vereinigten Staaten, befindet sich eine Anwendung namens SurrealPainter, mit welchem der Besucher aus verschiedenen Hintergründen und Objekten ein surreales Bild erstellen kann. Mit dieser Anwendung, welche Teil einer Werbekampagne gewesen ist, habe ich zum Thema Statistik ein Bild gemacht:

Statistik

Statistik surreal

http://www.wadsworthatheneum.org/painter/galleryView.php?paintingID=10393

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Umschreibung der Aufgaben des Managements

Sonntag, 3. August, 2008

John Hunter, Autor des Curious Cat Blogs für Management, veröffentlicht regelmäßig einen Blog-Karneval mit Links zu interessanten Blog-Beiträgen über Management. In seinem neuesten Karneval, welcher in seiner vollständigen Fassung bei Lean Blog beherbergt wird, sprang mir ein Satz ins Auge, welcher die Aufgaben des Managements besser umschreibt, als es die üblichen Stellenbeschreibungen je können:

„Die einzige Aufgabe des Managements ist es, eine Umgebung zu schaffen, wo Leute, welche sich selbst überlassen und unbeaufsichtigt sind, mit höchster Wahrscheinlichkeit in ein Verhalten verfallen, welches die Ziele der Organisation vorantreibt.“

Der Satz stammt von Dr. Stuart Rosenberg, CEO von Harvard Medical Faculty Physicians und bedeutet, daß die Leute die äußerlichen und innerlichen Voraussetzungen erhalten, damit deren Verhalten das gewünschte ist. Zu den innerlichen Voraussetzungen gehört auch das, was W. Edwards Deming als „pride of workmanship“ bezeichnet hatte. Auch Demings Forderung, Qualitätsmanagement nicht auf Kontrollen allein aufzubauen, findet sich in dem Satz wieder.

Wie aller guten Gedanken über das Management läßt sich dieser auch auf verwandte Felder wie Erziehung oder Regierung übertragen.

Die besten Schnellimbisse der Niederlande

Samstag, 26. Juli, 2008

Wie es der Name schon sagt, sind Schnellimbisse (nl. „cafetaria“) eine Möglichkeit, sich auf die Schnelle mit einer kleinen oder auch größeren Mahlzeit zu versorgen. Aus einem früheren Beitrag wissen wir, daß Schnellimbisse auch zu einem geregelten Zusammenleben beitragen können, sofern sie noch spät genug geöffnet haben. Daher ist es nicht verwunderlich, daß sie auch in den Niederlanden weit verbreitet sind.  Es sollte somit auch selbstverständlich sein, daß man sich darüber informieren kann, wo man sich ein gepflegtes Essen verschaffen kann. Dazu gibt es im Internet mehrere Möglichkeiten.

Da Schnellimbisse in einem normalen Restaurantführer nicht vorkommen, sind sie im Internet eher in Restaurantführern mit großer Basis wie z.B. Iens.nl oder Eet.nu zu finden, wo sie unter der Kategorie „Fast Food“ bzw. „Cafetaria“ und „Patates-frites“ verzeichnet sind. Allerdings sind diese Restaurantführer nicht auf Schnellimbisse spezialisiert, so daß diese dort nur eine Kategorie unter vielen darstellen.

Wer sich speziell für Fritten in den Niederlanden interessiert, der kann die Webseite Frietopia aufsuchen. Dort bewerten die Verbraucher die Frittenbuden des ganzen Landes, wie es auch die zugehörige Karte zeigt, auf welcher man nach den Buden eines Ortes suchen kann. Dabei wird zumindest für Maastricht deutlich, daß die besten Buden auch abseits der ausgetretenen Pfade liegen können. Die drei besten Buden eines Jahres erhalten einen Publikumspreis. Eine Rangliste aller getesteten Buden sowie eine Hall of Fame bzw. Hall of Shame runden die Seite ab.

Unter den Restaurants, deren Angebot sich um den Imbiß zwischendurch dreht, ermittelt das Fachblatt Snackkoerier jährlich die Cafetaria Top 100, eine Liste der 100 besten Schnellimbisse. Zur besseren Übersicht gibt es auch eine Karte, die heruntergeladen werden kann. Aus der geographischen Verteilung geht hervor, daß die meisten ausgezeichneten Schnellimbisse sich in der Provinz Südholland befinden. Bei Horeca Link gibt es einen Bericht, in welchem die Cafetaria Top 100 mit Links zu den ausgezeichneten Schnellimbissen sowie den vertretenen Ketten verzeichnet sind. Neben den Top 100 gibt es auch eine Liste der Betriebe, welche nicht ganz nach oben geschafft haben, sowie den Gründen dafür.

Der Erstplatzierte der Cafetaria Top 100 wird für drei Jahre in die Ehrengalerie aufgenommen, was auch bedeutet, daß er in dem Zeitraum nicht in den offiziellen Top 100 erscheint. Ein Schnellimbiß in der Ehrengallerie wird jedes Jahr überprüft, ob er dieser Auszeichnung noch würdig ist.

Neben den Top 100 werden auch Spezialpreise vergeben. Im letzten Jahr wurden drei Betriebe für ihre Leisungen in der Innovation, in der Gastfreundschaft sowie beim Eisverkauf ausgezeichnet.

Die am häufigsten vertretenen Ketten waren im letzten Jahr Kwalitaria, Vork, Verhage, Plaza und Snackpoint. Es fällt auf, daß die Ketten 2007 mit 65 Betrieben in den Top 100 vertreten sind, während es 2004 noch 45 Betriebe gewesen sind. Dies deutet darauf hin, daß die Ketten den Prestige der Top 100 erkennen und mehr Möglichkeiten besitzen, um einen Qualitätsstandard erreichen zu können.

Das auch die Schnellimbisse mehr Professionalität anstreben, geht auch aus der Liste der Do und Don´ts 2007 sowie der Patzer von 2006 hervor. Offensichtlich kann man auch dort Ordnung und Sauberkeit erwarten. Auch hier haben die Ketten mehr Möglichkeiten, um Punkte zu sammeln.

Die Cafetaria Top 100 von 2007 wurden in einem Festakt in den Brabanthallen von ’s-Hertogenbosch vorgestellt. Beim dem Anlaß wurden auch die Auszeichnungen überreicht. Von diesem Festakt gibt es neben einem Bildbericht auch erstmals einen Videobericht. Die Top 10 dieser Liste sind:

Top 10 der niederländischen Schnellimbisse 2007-2008
Platz Vorjahr Schnellimbiß Ort
1. 39. Eetplezier De Bestse Snackbar Best
2. 9. Vork Fastfood Stadshagen Zwolle
3. 4. Snackpoint Knoors Berg aan de Maas
4. 3. King Lao Lisse
5. koffie- en eetwinkel Daily-in Lochem
6. Verhage Plateau Spijkenisse
7. 53. Plaza De Tol Tiel
8. 6. Kwalitaria ´t Middelpunt Emmer-Compascuum
9. 44. Eet- en ijssalon Menzing Haaksbergen
10. Snackbar De Krom Spijkenisse

Die Spezialpreise des Jahres gingen an Eetplezier De Bestse Snackbar (Innovation), Plaza De Tol (Gastfreundschaft) sowie Eet- en ijssalon Menzing (Eisverkauf). Zur Ehrengalerie gehören die Schnellimbisse Eetpaleis ´t Vosje aus Rosmalen (Sieger 2004/05), Kwalitaria De Bik Bar aus Emmen (2005/06) sowie Verhage Kort Ambacht aus Zwijndrecht (2006/07).

Was ein dermaßen ausgezeichneter Schnellimbiß zu leisten vermag, davon kann sich der geneigte Leser anhand der Listen bei Gelegenheit selber ein Bild machen.

Verspätung an der S1

Dienstag, 22. Juli, 2008

Während meines Studiums an der Universität Dortmund fuhr ich von meiner Wohnung in der Nähe des Dortmunder Polizeipräsidiums aus grundsätzlich mit öffentlichen Nahverkehrsmitteln zur Uni. Da ich meistens zum Campus Nord mußte, hatte ich zwei Möglichkeiten zur Auswahl. Entweder fuhr ich mit der Straßenbahn zur Haltestelle „An der Palmweide“ und von dort aus mit dem Bus weiter, oder ich fuhr zum Hauptbahnhof und stieg dort in die S-Bahn S1 um. Besonders die zweite Variante bescherte einem Erlebnisse, auf welche man lieber verzichten würde. Dazu gehörten:

  • Das Deutsche Turnfest von 1990 in Dortmund und Bochum, an welchem ca. 100.000 Menschem teilnahmen, welche die VRR weitgehend mit dem üblichen Zügen befördern wollte, vollgestopfte Züge, in welchem trotzdem eine ebensolche Anzahl Menschen versuchte, einzusteigen, inklusive.
  • Einen Beuys´schen Dreckfleck im Bahnhof Dortmund-Dorstfeld, welcher in den 10 Jahren, die ich in Dortmund verbrachte, dort bestehen blieb.
  • Die Tatsache, daß man Wolkenbrüche in der unterirdisch gelegenen S-Bahn-Haltestelle Campus Nord mitbekam, da das Wasser durch die Decke lief (ich spreche dabei nicht von einzelnen Tropfen, sondern von ganzen Rinnsälen, welche an der Deckenbeleuchtung vorbeiliefen).
  • Eine Hochzeit eines Studienkollegen, welche ich verpaßt habe, da die S-Bahn nach Dortmund erst 20 Minuten Verspätung hatte (also praktisch ausfiel) und der Zug, der nach diesen 20 Minuten fahrplanmäßig kommen sollte, sogar 40 Minuten Verspätung hatte, was man erst erfuhr, als man wieder in den Bahnhof ging.
  • Einen Zug von Bochum nach Dortmund, welcher unterwegs halten mußte, da die Oberleitung abgerissen war, und erstmal an einem der heißeren Tage liegen blieb, was irgendwann dazu führte, daß einige Fahrgäste trotz mehrfacher Warnung aus dem Zug ausstiegen.

Auch wenn der Zug oft pünktlich gefahren ist, so fragt man sich gerade als Statistiker, wie man solchen Pannen vorbeugen kann. Das bezieht sich nicht nur auf Pannen, von denen es heißt, daß man nichts dagegen machen kann, sondern auch auf alltägliche Verspätungen und andere Ärgernisse. Bekanntlich kann man Probleme erst dann beheben, wenn man sie als solche erkennt und bewertet.

Zu diesem Thema gibt es auf der Webseite Log Likelihood.com ein interessantes Projekt. Der Begriff Likelihood stammt aus der Statistik, daher vermute ich, daß zumindest einer der Macher mit dem Fachbereich Statistik der Uni zu tun hat. Schon früher habe ich bei einem Campus-Fest eine Präsentation über das Thema Verspätungen erlebt und dabei u.a. erfahren, daß die Bahn einen ausgefallenen  Zug nicht als verspätet ansieht. Beim „Projekt S1“ sollen die Probleme mit der S1 in einer 30- bis 40-minütigen Dokumentation verarbeitet werden, welche auch auf DVD erhältlich sein soll. Eigentlich hätte die DVD schon letztes Jahr rauskommen sollen, leider verzögert sich die Fertigstellung des Filmes, da die Macher auch andere Verpflichtungen haben, nicht in derselben Stadt leben und einer von ihnen auf eine DSL-Leitung warten muß (ein weiteres diskussionswürdiges Thema).

Bis es soweit ist, muß man sich mit dem Trailer begnügen, welcher bereits eine kleine Fangemeinde geschaffen hat:

  • NilsOle.net: „Das S-Bahn-Trauma im Ruhrgebiet: ‚Die S1 zerstört mein Leben'“ (Aufzählung der Probleme der S1 mit weiterführenden Links)

Schnellimbisse haben einen gesellschaftlichen Nutzen

Dienstag, 8. Juli, 2008

Der folgende Beitrag belegt, daß manche Ideen nicht durch gezieltes Suchen gefunden werden, sondern einem zufällig in den Schoß fallen, wenn man nach Material für ein anderes Thema sucht (in diesem Fall die besten niederländischen Schnellimbisse). Aus diesem Grund ist es ratsam, Fundstücke nicht von vorne herein links liegen zu lassen, sondern mit dem bisherigen Wissen zu verknüpfen.

Auf der Webseite des niederländischen Fachblattes für Hotel- und Gaststättengewerbe „Misset Horeca“ stieß ich auf einen Artikel, welcher die Überschrift „Mehr Aggression durch dichten Schnellimbiß“ trägt. Das Geheimnis dieser Überschrift liegt in einem Papier des Vlaardinger Ortsvereins der sozialistischen SP. Neben diversen Vorschlägen sprechen sich die Verfasser für längere Öffnungszeiten für Schnellimbisse aus. Grund dafür ist, daß Schnellimbisse unter der bestehenden Regelung nur eine halbe Stunde länger geöffnet haben als Discos und Cafés, welchen 2007 zugestanden wurde, eine halbe Stunde später zu schließen. Nach Ansicht der Verfasser reicht der Zeitraum von einer halben Stunde nicht aus, damit sich junge Leute nach einem Besuch bei letzteren noch etwas essen gehen können, was in Verbindung mit Alkohol und Langeweile zu Aggressionen und Vandalismus führe.

Diese Idee ist ein gutes Beispiel für die Entwicklung des Verständnisses für das System, welches ein Element von W. Edwards Demings „System des umfassenden Wissens“ ist. In diesem Fall wird das Augenmerk nicht allein auf das Verhalten der Jugend gerichtet, sondern auch auf Faktoren, welche dieses Verhalten beeinflussen, und auf Lösungen, welche aus der Betrachtung dieser Faktoren folgen.

Gegen Lösungen wie die im Papier vorgeschlagene gibt es Vorbehalte, besonders im Zusammenhang mit den dahinter liegenden Gedankengängen. Die Einwände laufen darauf hinaus, daß das einzige Problem das asoziale Verhalten der Jugend ist, und daß diese die Pflicht hat, sich unter allen Umständen anständig zu benehmen. Würde man mit derartigen Maßnahmen einräumen, daß das Verhalten der Jugend von äußeren Faktoren beeinflußt wird, so würde ihnen das die Verantwortung für ihre Taten nehmen. Dazu ist folgendes anzumerken:

  1. Wenn man Maßnahmen wie längere Öffnungszeiten für Schnellimbisse einführt, muß das nicht bedeuten, daß Vorfälle wie Aggression oder Vandalismus als weniger schlimm empfunden werden. Etwaige Übeltäter können genauso verfolgt werden.
  2. Maßnahmen wie längere Öffnungszeiten stellen auch ein Signal dar, daß die Bedürfnisse und Befindlichkeiten der Jugend ernst genommen werden und sie somit als Mitglied der Gesellschaft anerkannt werden.
  3. Wenn die Faktoren, welche zu Aggression oder Vandalismus beitragen, vermindert werden, bedeutet dies, daß eine konkrete Tat schlimmer ist, da davon auszugehen ist, daß sie weniger wahrscheinlich hätte geschehen dürfen.

Die Einführung längerer Öffnungszeiten ist letztendlich ein Beispiel für die Schaffung einer Win-Win-Situation.

Webseite für niederländische Sprache

Mittwoch, 2. Juli, 2008

Ein wichtiges Hilfsmittel, um mit einem fremden Land zurechtzukommen, ist der Umgang mit der dortigen Sprache. Aus diesem Grund schreibe ich diesen Beitrag über eine Webseite, die ich gerade gefunden habe und welche nach dem ersten Durchsehen in dieser Hinsicht weiterhelfen sollte (mir ist klar, daß es sich nicht um die einzige Seite im Netz handelt).

Die Webseite uitmuntend enthält nicht nur ein deutsch-niederländisches bzw. niederländisch-deutsches Online-Wörterbuch mit „391.806 Stichwörtern in 209.929 direkten Treffern, Redewendungen, Zusammensetzungen, Sprichwörtern, Beispielsätzen und Fachausdrücken“, sondern auch weitere nützliche Hilfsmittel wie

Unter den Extras befindet sich auch eine Linksammlung mit weiteren Links zur niederländischen Sprache, Zeitungen, Radios und weiteren nützlichen Informationen für Leute, welche sich ernsthaft mit den Niederlanden beschäftigen möchten. Nach einer ersten Durchsicht wage ich zu behaupten, daß die Seite für den Einstieg ins Niederländische in der Tat „uitmuntend“ ist.

Vom Nutzen der Entschlossenheit

Freitag, 27. Juni, 2008

Während des amerikanischen Bürgerkrieges gelangte eine Armee der Unionsstreitkräfte an einen Fluß. Auf der Suche nach einer potentiellen Stelle zum Übersetzen äußerte der Kommandant, daß er wissen möchte, wie tief der Fluß ist. Ein Adjutant, welcher dies mitbekam, gallopierte geradewegs bis zur Flußmitte. Dort angekommen rief er: „So tief ist es, General!“

Bei dem Adjutanten handelte es sich um George Armstrong Custer. Mit seiner Tat hat er bewiesen, daß es sich lohnt, direkt etwas zu unternehmen, anstatt erst lang und breit Überlegungen anzustellen und am Ende nichts zu tun. Aus diesem Grund hat er dieses Vorgehen auch in seinem weiteren Leben praktiziert.

Heimvorteil im deutschen Fußball: Bilanz 1994-2008

Donnerstag, 26. Juni, 2008

achdem ich über eine Methode berichtet habe, um den Heimvorteil einer Fußballmannschaft während einer Saison zu berechnen, habe ich diese auf die Mannschaften der 1. und 2. Bundesliga angewandt und dabei, sofern das möglich war, die Mittelwerte über die Jahre 1998 bis 2007 berechnet, um den typischen Heimvorteil einer Mannschaft zu ermitteln. In einem weiteren Beitrag habe ich die Mannschaften der beiden höchsten niederländischen Spielklassen, der Eredivisie sowie der Eerste Divisie, untersucht. Da dort über lange Jahre dieselben Mannschaften im bezahlten Fußball spielten, bot sich die Gelegenheit, den Heimvorteil der Vereine für die letzten 15 Jahre zu berechnen, um eine bessere Schätzung für einen bestimmten Verein zu erhalten. Neben dem AGOVV Apeldoorn, der allerdings erst seit 5 Jahren vertreten ist, erwiesen sich der FC Volendam und vor allem Willem II Tilburg als Vereine, welche über die Jahre einen hohen Heimvorteil aufwiesen. Auf der anderen Seite konnte man Fortuna Sittard und der BV Veendam als Vereine mit geringem Heimvorteil bezeichnen. Die Bilanz der letzten 15 Jahre habe ich nun auch für die Vereine der 1. und 2. Bundesliga ermittelt.

Eine wichtige Erkenntnis aus den bisherigen Berechnungen ist, daß die Saisonresultate für einen Verein stark schwanken. Wie sich herausgestellt hat, wies der VfB Stuttgart auch über die letzten 15 Jahre gesehen eine der stärksten Varianzen auf:

Heimvorteil des
VfB Stuttgart
Saison Heimvorteil
1993/94 0,724
1994/95 1,529
1995/96 0,147
1996/97 0,585
1997/98 0,996
1998/99 1,070
1999/00 – 1,162
2000/01 1,125
2001/02 0,195
2002/03 0,621
2003/04 – 0,474
2004/05 1,007
2005/06 – 0,452
2006/07 0,408
2007/08 1,904

(Lesebeispiel: Während der Saison 2007/08 erzielte der VfB Stuttgart im Durchschnitt eine um 1,904 Tor bessere Tordifferenz als bei einem Auswärtsspiel)

Der Heimvorteil des VfB schwankte in den letzten 15 Jahren somit zwischen -1,162 und +1,904. Im Durchschnitt ergibt das einen Heimvorteil von 0,548. Trotz der großen Varianz in den Spielzeiten ist dieser Mittelwert signifikant größer als Null.

Wie zuvor wurde für die Mannschaften, welche im betrachteten Zeitraum in der 1. oder 2. Bundesliga spielten, der Heimvorteil berechnet und der Mittelwert über die letzten 15 Jahre gebildet. Eine halbwegs aussagefähige Schätzung kann man für einen Verein machen, wenn mindestens 5 Spielzeiten vorliegen (oft sind auch mehr nötig):

Heimvorteil der Fußballvereine
der 1. und 2. Bundesliga
Spielzeiten 1993/94 bis 2007/08
Platz Verein Spielzeiten Heimvorteil
1. 1. FC Schweinfurt 1 1,390
2. VfB Oldenburg 1 1,221
3. FSV Zwickau 4 1,098
4. VfB Leipzig 5 0,974
5. FC Gütersloh 3 0,949
6. SSV Reutlingen 3 0,934
7. Erzgebirge Aue 5 0,922
8. VfL Osnabrück 3 0,912
9. FC Homburg 2 0,875
10. SV Meppen 5 0,831
11. Alemannia Aachen 9 0,793
12. 1. FC Saarbrücken 6 0,789
13. Eintracht Braunschweig 3 0,757
14. Energie Cottbus 11 0,756
15. SpVgg Unterhaching 11 0,753
16. Waldhof Mannheim 8 0,729
17. Chemnitzer FC 5 0,727
18. SG Wattenscheid 09 5 0,724
19. VfL Wolfsburg 15 0,707
20. Borussia Mönchengladbach 15 0,699
21. Dynamo Dresden 4 0,661
22. 1. FC Kaiserslautern 15 0,642
23. VfB Lübeck 4 0,578
24. Rot-Weiß Erfurt 1 0,577
25. FSV Mainz 05 15 0,570
26. SC Paderborn 3 0,569
27. Arminia Bielefeld 13 0,565
28. VfB Stuttgart 15 0,548
29. FC St. Pauli 11 0,548
30. SC Freiburg 15 0,540
31. Hertha BSC 15 0,521
32. Hansa Rostock 15 0,520
33. Borussia Dortmund 15 0,519
34. Hamburger SV 15 0,515
35. FC Bayern München 15 0,498
36. SSV Ulm 1846 3 0,493
37. VfL Bochum 15 0,465
38. Karlsruher SC 14 0,452
39. Eintracht Frankfurt 15 0,448
40. FC Augsburg 2 0,447
41. 1. FC Köln 15 0,436
42. 1. FC Nürnberg 14 0,415
43. FC Schalke 04 15 0,411
44. Bayer Leverkusen 15 0,394
45. SpVgg Greuther Fürth 11 0,393
46. Fortuna Köln 7 0,368
47. Union Berlin 3 0,362
48. Hannover 96 13 0,359
49. Kickers Offenbach 4 0,342
50. Eintracht Trier 3 0,341
51. 1860 München 15 0,328
52. Rot-Weiß Oberhausen 7 0,325
53. Sportfreunde Siegen 1 0,313
54. FSV Frankfurt 1 0,309
55. Rot-Weiß Ahlen 6 0,305
56. TSG Hoffenheim 1 0,301
57. TuS Koblenz 2 0,290
58. Werder Bremen 15 0,290
59. Rot-Weiß Essen 4 0,239
60. FC Carl Zeiss Jena 6 0,227
61. MSV Duisburg 15 0,180
62. SV Wehen Wiesbaden 1 0,176
63. Stuttgarter Kickers 6 0,149
64. KFC Uerdingen 05 6 0,130
65. Fortuna Düsseldorf 5 0,096
66. Wacker Burghausen 5 0,060
67. Wuppertaler SV 1 0,038
68. TeBe Berlin 3 – 0,108
69. Jahn Regensburg 1 – 0,110
70. SV Babelsberg 1 – 0,673

(kursiv: Manschaften mit weniger als 5 Spielzeiten)

(Quellen: Soccerway)

Zu den Vereinen mit einem hohen Heimvorteil über mehrere Spielzeiten zählen laut der Tabelle Alemannia Aachen, Energie Cottbus und die SpVgg Unterhaching. Als Vereine mit geringem Heimvorteil lassen sich der MSV Duisburg und Werder Bremen einstufen. Den größten Heimvorteil in einer Saison verzeichnete die Borussia Mönchengladbach in der Saison 2002/03 mit einem Wert von 2,121. Den geringsten Heimvorteil in einer Saison wies der VfB Stuttgart in der Saison 1999/00 mit einem Wert von -1,162 auf.

Die Theorie, daß die Heimvorteil eines Vereins mit der Entfernung zu den anderen Vereinen steigt, scheint sich auch bei dieser Untersuchung zu bestätigen. In diesem Zusammenhang ist auch der SV Meppen zu erwähnen, welcher im Emsland beheimatet ist und 11 Jahre hintereinander in der 2. Bundesliga spielte, so daß ein Abstieg aus der 1. Bundesliga mit der Aussicht verbunden wurde, in Meppen zu spielen. In dieser Untersuchung ist Meppen nur mit 5 Spielzeiten vertreten, kam aber in diesem Zeitraum auf einen durchschnittlichen Heimvorteil von 0,831, was auch statistisch gesehen einen signifikanten Wert darstellt, da der Heimvorteil in den einzelnen Spielzeiten relativ konstant gewesen ist.

Ab der Saison 2008/09 spielen 20 Vereine in der neugegründeten 3. Liga. Also besteht künftig auch die Möglichkeit, auch dort die Heimvorteile der Vereine zu berechnen und für die Schätzung eines langjährigen Heinvorteils zu berücksichtigen.

Unterwegs mit Bus und Bahn in den Niederlanden und in Belgien

Dienstag, 24. Juni, 2008

Da gerade in den Niederlanden ein längerer Streik der Busfahrer zu Ende gegangen ist, sehe ich den Zeitpunkt für günstig an, Informationsmöglichkeiten über die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel in den Niederlanden und in Belgien vorzustellen.

Ein Vorteil in diesen Ländern ist, daß man bei Reisen durch das Land nicht unbedingt auf die Bahn angewiesen ist, sondern die Strecken auch ohne sie zurücklegen kann. Während es nicht möglich ist, per Bus von Aachen nach das ca. 75 km entfernte Köln zu fahren, ist es in den Niederlanden theoretisch möglich, von Maastricht nach Amsterdam zu fahren, ohne die Bahn zu benutzen (wer es ausprobieren möchte, der kann Samstag morgen um 8 Uhr 15 am Maastrichter Hauptbahnhof in die Buslinie 17 Richtung Sittard einsteigen und bis zum Bahnhof Bunde fahren – dann noch 10 Mal umsteigen und man ist nach 9 1/2 Stunden am Amsterdammer Hauptbahnhof). Um bestimmte Ziele erreichen zu können, braucht man wie gesagt Informationen, welche über das Internet zugänglich sind.

Wer in Deutschland unterwegs ist, der kann die Reiseauskunft der Bahn benutzen. Dort werden neben den in- und ausländischen Bahnlinien auch die deutschen Nahverkehrsverbünde berücksichtigt. Außerdem kann man nachsehen, ob es auf der Bahnfahrt eventuelle Behinderungen gibt.

Bei der Reiseauskunft der niederländischen Eisenbahn können nicht nur Bahnhöfe eingegeben werden, sondern auch genauere Ziele wie:

  • Adresse
  • Postleitzahl
  • Sehenswürdigkeit
  • Kongresszentrum
  • Krematorium
  • Tiergarten
  • Flughafen
  • Museum
  • Theater
  • Universität
  • Krankenhaus

Speziell bei der Routenberechnung zu einer bestimmten Adresse kann es sich lohnen, auch die Postleitzahl auszuprobieren und die Ergebnisse zu vergleichen.

Für die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel in den Niederlanden ist die Reiseplanung von 9292 geeignet. Neben Bahnstation und Adressen können für die Planung auch hier weitere Punkte eingegeben werden:

  • Postleitzahl
  • Sehenswürdigkeit
  • Friedhof / Krematorium
  • Ortsmitte
  • Kongress- / Börsengebäude
  • Museum
  • Stadion
  • Strand
  • Theater / Konzertsaal
  • Universität / Hochschule
  • Flugplatz / Fährhafen
  • Einkaufszentrum
  • Krankenhaus
  • Betreuungszentrum

Bei der ausführlichen Reiseplanung („OV uitgebreid“) kann man auch die gewünschten Beförderungsmittel, Zwischenstationen und Haltestellen aussuchen. Nach der Ausgabe der Reiseroute erhält man auch die Abfahrtszeiten an den einzelnen Haltestellen sowie eine ausführliche Erläuterung der in Frage kommenden Tarife. Bei der Planung werden auch Zugfahrten in das Ausland berücksichtigt und können somit einige Orte in den Nachbarländern angegeben werden. Im Zweifel klärt man diesen Teil der Reise mit der Reiseauskunft einer Eisenbahn.

Bei der belgischen Eisenbahn (In Flandern NMBS, in Wallonien SNBC) kann man auf nationaler Ebene eine Reiseplanung von Tür zu Tür durchführen. Dabei werden auch Nahverkehrsverbindungen ins Ausland berücksichtigt, sofern sie durch belgische Gesellschaften betrieben werden.

In Flandern wird der öffentliche Stadt- und Regionalverkehr durch die Gesellschaft De Lijn betrieben. Die Reiseplanung ermöglicht die Eingabe von Haltestellen und Stationen sowie von Adressen und markanten Punkten. Wenn man die genaue Bezeichnung nicht weiß, so kann man auch einen Teil davon eingeben und mit der Suchoption nach einem passenden Namen suchen. Dabei werden auch Ziele außerhalb Flanderns berücksichtigt, sofern sie von De Lijn angefahren werden.

In Wallonien wird der ÖPNV durch die TEC betrieben. Die Reiseinformation auf der Seite läßt Eingaben von Haltestellen, Adressen sowie öffentlichen Orten zu. Sind die Angaben nicht vollständig, so können die fehlenden Angaben aus einer Liste ausgewählt werden. Auf dieser Webseite sind Planungen für Fahrten innerhalb ganz Belgiens möglich, jedoch nicht ins Ausland. Das gilt auch für Linien der TEC, welche ausländische Haltestellen haben, z.B. die Linie 396 mit Endstation in Vaals.

Abschließend läßt sich sagen, daß es ausreichend Möglichkeiten gibt, sich über Fahrten mit Bus und Bahn in den Niederlanden und in Belgien zu informieren. Das größte Problem sind Fahrten im Rahmen des „kleinen Grenzverkehrs“. Solange es keine europaweite Reiseplanung von Tür zu Tür gibt, empfiehlt es sich, zu überprüfen, ob bei der verwendeten Reiseinformation wirklich alle Fahrtmöglichkeiten im betreffenden Gebiet berücksichtigt werden und eventuell zusätzliche Quellen zu nutzen (z.B. die Reiseinformation eines Nahverkehrsbetriebes im Ausland).

Unerkannte gefährliche Viertel in Amsterdam

Donnerstag, 19. Juni, 2008

Die Tageszeitung „Algemeen Dagblad“ vergleicht die Kriminalität in den niederländischen Gemeinden mit ihrem Misdaadmeter, wobei man auch näheres über die Verbreitung einzelner Delikte erfährt (näheres dazu in diesem Beitrag). Anläßlich des unlängst erschienenen Misdaadscore für das Jahr 2007 soll das Augenmerk auf eine besondere Gruppe von Vierteln in der Stadt Amsterdam gerichtet werden, welche bisher nicht als kriminell galten, aber es nach den Zahlen definitiv ist. Dieser Vergleich wurde möglich, weil man im neuen Misdaadmeter nicht nur die Fallzahlen von ganz Amsterdam oder den Stadtteilen einsehen kann, sondern auch in den einzelnen Stadtvierteln (das Jahrbuch der Stadt Amsterdam enthält eine geographische Übersicht; nähere Informationen stehen in der niederländischen Wikipedia).

Wenn man ein unsicheres Viertel in Amsterdam nennen soll, so fällt einen zuerst das Rotlichtviertel (gelegen im Viertel „Oude Zijde„) ein. Die Tatsache, daß es auch sonst als Vergnügungsviertel dient, dient als Indiz für eine höhere Kriminalität. In diesem Zusammenhang wird auch die „Nieuwe Zijde„, welche gegenüber der Damrak – der Straße, die vom Hauptbahnhof in die Stadtmitte führt – gelegen ist und ebenfalls zahlreiche Ausgangsmöglichkeiten wie das Bierlokal „In de Wildeman“ aufweist, genannt.

Eine andere Gruppe von Vierteln, welche in den Sinn kommen, sind die sogenannten sozialen Brennpunkte oder Problemviertel. In den Niederlanden wurde im März 2007 eine Liste von 40 Problemvierteln ausgewiesen, welche besondere Investitionen emfangen sollen. Eines dieser Problemviertel ist das Bijlmermeer, welches sich im Verlauf der Zeit zu einem Immigrantenviertel entwickelte. Dieses Viertel wird vor allem von den Leuten genannt, welche schon von Geburt an wußten, daß die Ausländer „das Problem“ sind.

Wenn man den Angaben des Misdaadmeters nachgeht, so stellt sich heraus, daß drei Viertel den Zahlen zufolge mindestens genauso unsicher bzw. deutlich gefährlicher sind. Bei diesen Vierteln handelt es sich um:

  • De Omval (2110 Einwohner): Eine Landzunge südlich der Station Amsterdam Amstel, welche u.a. mit dem Rembrandtturm das höchste Hochhaus von Amsterdam enthält.
  • Amstel III en Bullewijk (110 Einwohner): In diesem Viertel liegt unter anderem die Amsterdam ArenA und das größte Krankenhaus von Amsterdam, das Academisch Medisch Centrum (AMC).
  • Nieuwendammerham (130 Einwohner): Ein an der IJ gelegenes Industriegebiet im Stadtteil Amsterdam-Noord.
  • Westpoort (370 Einwohner): Stadtteil von Amsterdam, welches die westlichen Häfen umfaßt.
  • Buiksloterham (610 Einwohner): Ein westlich von Nieuwendammerham am der IJ gelegenes Industriegebiet von Amsterdam-Noord.

Betrachten wir nun die Kriminalitätsraten der für den Misdaadscore herangezogenen Delikte in den erwähnten Stadtteilen im Verhältnis zur gesamten Stadt Amsterdam.

Autodiebstahl
Stadtteil Vielfaches
Westpoort 42,2
Amstel III en Bullewijk 39,7
Nieuwendammerham 33,6
Buiksloterham 14,3
De Omval 11,5
Burgwallen – Oude Zijde 1,5
Burgwallen – Nieuwe Zijde 1,3
Bijlmer – Centrum D, F en H 1,0
Bijlmer – Oost E, G en K 1,0

Lesebeispiel: Im Stadtteil Westpoort ist die Rate für Autodiebstahl die 42,2-fache im Vergleich zur gesamten Stadt Amsterdam.

Bedrohung
Stadtteil Vielfaches
Amstel III en Bullewijk 99,7
Westpoort 20,6
Nieuwendammerham 33,6
Burgwallen – Nieuwe Zijde 6,6
Burgwallen – Oude Zijde 4,9
Buiksloterham 3,1
De Omval 2,5
Bijlmer – Centrum D, F en H 2,1
Bijlmer – Oost E, G en K 1,1
Mißhandlung
Stadtteil Vielfaches
Amstel III en Bullewijk 79,5
Westpoort 21,1
Burgwallen – Nieuwe Zijde 11,4
Burgwallen – Oude Zijde 9,0
Buiksloterham 7,2
Nieuwendammerham 3,6
De Omval 3,6
Bijlmer – Centrum D, F en H 1,9
Bijlmer – Oost E, G en K 1,2
Überfall
Stadtteil Vielfaches
Amstel III en Bullewijk 33,8
Westpoort 30,1
Nieuwendammerham 14,3
Burgwallen – Nieuwe Zijde 10,5
Buiksloterham 9,1
Burgwallen – Oude Zijde 5,5
Bijlmer – Centrum D, F en H 1,9
De Omval 1,8
Bijlmer – Oost E, G en K 0,8
Straßenraub
Stadtteil Vielfaches
Amstel III en Bullewijk 28,3
Burgwallen – Oude Zijde 23,3
Burgwallen – Nieuwe Zijde 16,7
Westpoort 14,7
Nieuwendammerham 6,0
Bijlmer – Oost E, G en K 2,0
Buiksloterham 1,9
Bijlmer – Centrum D, F en H 1,8
De Omval 1,7
Wohnungseinbruch
Stadtteil Vielfaches
Burgwallen – Oude Zijde 2,2
De Omval 1,9
Burgwallen – Nieuwe Zijde 1,8
Nieuwendammerham 1,7
Bijlmer – Centrum D, F en H 1,1
Bijlmer – Oost E, G en K 1,0
Amstel III en Bullewijk 0,0
Buiksloterham 0,0
Westpoort 0,0
Kraftfahrzeugeinbruch
Stadtteil Vielfaches
Amstel III en Bullewijk 131,6
Westpoort 27,7
Nieuwendammerham 12,8
Buiksloterham 5,7
De Omval 5,0
Burgwallen – Nieuwe Zijde 3,2
Burgwallen – Oude Zijde 2,0
Bijlmer – Oost E, G en K 0,7
Bijlmer – Centrum D, F en H 0,6
Diebstahl aus Box, Garage usw.
Stadtteil Vielfaches
Amstel III en Bullewijk 7,0
Nieuwendammerham 6,0
Buiksloterham 5,1
De Omval 2,6
Bijlmer – Centrum D, F en H 2,4
Westpoort 2,1
Bijlmer – Oost E, G en K 2,0
Burgwallen – Oude Zijde 0,6
Burgwallen – Nieuwe Zijde 0,2
Diebstahl von Moped oder Mofa
Stadtteil Vielfaches
Westpoort 18,4
Amstel III en Bullewijk 15,4
Burgwallen – Nieuwe Zijde 3,8
Buiksloterham 3,7
Burgwallen – Oude Zijde 2,3
De Omval 1,3
Bijlmer – Centrum D, F en H 0,7
Bijlmer – Oost E, G en K 0,3
Nieuwendammerham 0,0
Betrug
Stadtteil Vielfaches
Amstel III en Bullewijk 108,5
Westpoort 39,4
Burgwallen – Nieuwe Zijde 17,8
Burgwallen – Oude Zijde 6,3
Buiksloterham 5,1
Nieuwendammerham 3,4
De Omval 1,5
Bijlmer – Centrum D, F en H 1,1
Bijlmer – Oost E, G en K 1,0
Vandalismus gegen Autos
Stadtteil Vielfaches
Amstel III en Bullewijk 71,8
Westpoort 24,7
Nieuwendammerham 9,7
Buiksloterham 6,8
De Omval 4,6
Burgwallen – Oude Zijde 2,4
Burgwallen – Nieuwe Zijde 2,0
Bijlmer – Oost E, G en K 0,8
Bijlmer – Centrum D, F en H 0,8
Taschendiebstahl
Stadtteil Vielfaches
Amstel III en Bullewijk 92,0
Burgwallen – Nieuwe Zijde 55,1
Burgwallen – Oude Zijde 21,6
Westpoort 15,1
De Omval 1,2
Buiksloterham 0,9
Nieuwendammerham 0,8
Bijlmer – Centrum D, F en H 0,4
Bijlmer – Oost E, G en K 0,2

(Quellen: Algemeen Dagblad, CBS Statline)

Trotz ihrer geringen Einwohnerzahl weisen diese Stadtviertel teilweise dramatisch hohe Kriminalitätsraten auf.

Welche Gefahren stecken hinter diesen Mauern?

Amsterdam-Westpoort: Welche Gefahren stecken hinter diesen Mauern?

Der geneigte Leser mag den Eindruck gewinnen, daß die Zahlen nicht das aussagen, was sie auszusagen scheinen. In diesem Fall sollte er sich bewußt machen, daß das nichts schlechtes, sondern etwas gutes ist. Denn Resultate, welche nicht den Erwartungen entsprechen, sind der beste Weg zur Erlangung neuen Wissens.

Zum Schluß sollen noch die gemäß dem Misdaadscore sichersten Stadtviertel von Amsterdam vorgestellt werden (mit mindestens 4000 Einwohnern):

  1. Middelveldsche Akerpolder en Sloten (14950 Einwohner): Sloten ist ein Dorf an der Grenze zwischen Amsterdam und Haarlemmermeer.
  2. Rijnbuurt (8570 Einwohner): Ein Viertel im Stadtteil ZuiderAmstel.
  3. Gein (11980 Einwohner): Ein Viertel im Stadtgebiet Gaasperdam am Rand von Amsterdam-Zuidoost.