Statistiker-Schelte 1 – Wie reagiert man auf statistische Trugschlüsse?

Das Problem bei der Anwendung von Statistik ist, daß es zu Trugschlüssen kommen kann. Ein anschauliches Beispiel stammt von Franz Josef Strauß:

„Zwei Männer sitzen im Wirtshaus. Der eine verdrückt eine ganze Kalbshaxe, der andere trinkt zwei Maß Bier. Statistisch gesehen ist das für jeden ein Maß Bier und eine halbe Haxe – aber der eine hat sich überfressen, der andere ist besoffen.“

Anhand der Art, wie sie auf so ein Beispiel reagieren, kann man die Leute in zwei Gruppen einteilen:

  1. Die eine Gruppe sieht dieses Beispiel als einen Beleg dafür, daß Statistik zur Irreführung dient, überflüssig ist und nur von realitätsfremden Spinnern verfolgt wird.
  2. Die andere Gruppe zieht aus dem Beispiel den Schluß, daß der Durchschnitt offensichtlich nicht immer alles beschreiben kann und man sich einerseits dieses Umstandes bewußt sein sollte und andererseits versuchen sollte, die durch Statistik gewonnenen Schlüsse weiter zu vertiefen.

Der Leser kann sich selber ein Bild davon machen, welche Reaktion uns auf lange Sicht weiter bringen wird. Das Resultat der Wahl läßt sich übrigens auch auf andere Situationen übertragen, wo es bei Denkansätzen, Methoden und Produkten Unklarheiten oder Probleme gibt.

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